Die Scheintoten


Hermann Burger ist als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Schweiz für sein lyrisches und erzählerisches Oeuvre bekannt. Weniger bekannt hingegen ist, dass sich Burger ab 1970 auch im Genre des Dramas versuchte; allem voran in seinem Stück »Die Scheintoten«, das er Ende 1987, auf dem Höhepunkt seines Schaffens, im Auftrag des Schauspielhauses Zürich verfasste. Zur Aufführung gelangte es noch nie – Burgers früher Tod verhinderte das -, doch es verhandelt virtuos all seine Problemkonstanten: das Cimiterische, Circensische, Cigarristische, die Comedy Magic und sogar das Ferraristische.

Hermann Burger

Hermann Burger, geboren 1942 in Aarau, Schweiz, war Publizist, Privatdozent für Neuere Deutsche Literatur und Feuilletonredakteur. Nach der Publikation eines Gedicht- und Erzählbandes verhalf ihm das Erscheinen des Romans «Schilten» 1976 zum internationalen Durchbruch. Für den Roman erhielt er seine erste bedeutende Auszeichnung, den später für das Gesamtwerk abermals an ihn verliehenen Preis der Schweizer Schillerstiftung; es folgten 1980 der C.-F.-Meyer-Preis, 1983 der Hölderlin-Preis und 1985 der Ingeborg-Bachmann-Preis. Hermann Burger starb 1989 auf Schloss Brunegg.

Thomas Strässle

Seit Herbst 2014 ist Thomas Strässle Mitglied der Kritikerrunde des «Literaturclubs» im Schweizer Fernsehen SRF und seit 2013 Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich. Seit 2022 ist er Literaturexperte in der Sendung Kulturzeit auf 3sat. Von 2023 bis 2026 war er Mitglied der Jury beim Ingeborg-Bachmann-Preis.[

Der Aargauer Sprachzauberer mit Hang zur grossen Geste

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